STADION




- Eröffnung: 12. Juli 1953
- Kapazität: ca. 12.000 (5.000 Sitzplätze und 7.000 Stehplätze)
- Ausstattung: neues Hauptgegäude - Eröffnung Sommer 2014, Laufbahn, Zaun...
- Zuschauerrekord am 12. Juli 1953: SV Dynamo Frankfurt - Gwardia Krakow = 25.000 Zuschauer

Am 15. Juli 1948 meldete die Märkische Volksstimme ihren Lesern: “Wir bekommen wieder ein Stadion!”
Das Areal entstand auf Trümmerschutt am alten Carthausplatz, auf dem zuvor Zirkusse gastierten. Zum 700-jährigen Bestehen der Stadt Frankfurt (Oder) wurde nach fünfjähriger Bauzeit das “Stadion der Freundschaft” am 12. Juli 1953 eingeweiht. 25.000 Sportbegeisterte hatten sich zu diesem Anlass im weiten Rund eingefunden und erlebten die Wettkämpfe der Leichtathleten des Bezirkes Frankfurt sowie das Fußball-spiel zwischen dem SV Dynamo Frankfurt und Gwardia Krakow. Mit dem Spiel Einheit Frankfurt gegen eine sowjetische Auswahl wurde am 01. Mai 1955 das Spielfeld neben dem Stadion der Freundschaft eingeweiht.

Der SC Frankfurt, gegründet am 04. Mai 1961, hatte mit den Leichtathleten und Fußballern sein Domizil im Stadion, ein Jahr später wurde hinter dem Stadionoval hauptsächlich für die Hürdenläuferin und spätere Olympiasiegerin Karin Balzer eine Laufhalle errichtet und am 22. September 1968 stieß Margitta Gummel bei einem Sportfest einen Kugelstoß-Weltrekord.
In der Folge erhielt das offiziell mit 12.000 Sitz- und 7.000 Stehplätzen ausgewiesene Stadion eine Flutlichtanlage, die am 24. Juni 1969 mit einem Freundschaftsspiel des Oberliga-Aufsteigers BSG Stahl Eisenhüttenstadt gegen den ungarischen Vertreter BTC Salgotarjan eingeweiht wurde. Die Arena gehörte damit zu eine der wenigen Sportstätten der DDR, die über ein Flutlicht verfügte. Im Jahre 1971 bekam das Stadion den bis heute wohl bekanntesten Nutzer, denn in jenem Jahr wurde der sechsmalige DDR-Meister und zweifache FDGB-Pokalsieger FC Vorwärts Berlin in die Oderstadt delegiert.
Bereits seit März desselben Jahres standen deshalb umfangreiche Umbauarbeiten an. So wurde unter anderem die Flutlichtanlage durch den Einbau zusätzlicher Strahler verstärkt und es entstand eine neue Tribüne auf der westlichen Geraden. Zu den Verbesserungen im und um das Stadion zählten ferner neue Reporterkabinen, ein neuer Spielertunnel und neue Parkplätze. Die Stadt Frankfurt trug hierbei mit ca. einer Million DDR-Mark den Löwenanteil der Kosten, lediglich die Tribüne finanzierte die NVA. Am 31. Juli 1971 waren in der Oderstadt alle Voraussetzungen für den Trainings- und Spielbetrieb erfüllt und der Umzug von der Berliner Cantianstraße abgeschlossen. Anders als in Berlin war der FCV nun Hauptnutzer des Stadions und führte sich beim Premierenspiel vor 16.000 Besuchern gegen Tscherno More Warna (Bulgarien) mit einem 5:4-Sieg gut ein.
Nach erneuten und eineinhalb Jahren dauernden Rekonstruktionsmaßnahmen wurde das Stadion der Freundschaft im August 1981 mit einem etwas reduzierten Fassungsvermögen von 9.943 Sitz- und 6.000 Stehplätzen fertig gestellt. Als bedeutendste Ereignisse, die das Stadion zu sehen bekam, kann man sicher die Europapokalspiele des FCV zählen. Am 18. September 1974 drängten sich 20.000 Zuschauer in die Arena, die extra für dieses Spiel mit einer Zusatztribüne auf der Gegengeraden versehen wurde. Die erneut verbesserte Flutlichtanlage fiel übrigens bei ihrer Premiere fünf Tage zuvor beim Oberliga-Spiel gegen Halle aus, woraufhin das Spiel abgebrochen werden musste. Beim Spiel gegen Juventus lief zum Glück alles reibungslos. Auch die anderen EC-Spiele in Frankfurt, u.a. gegen Nottingham (18.000), Eindhoven (15.000), Stuttgart und Bremen (je 16.000), brachte das Stadion fast zum Platzen. In der DDR-Oberliga reichte es meist nur zu vierstelligen Zuschauerzahlen. Neben den Sternstunden gab es natürlich auch Enttäuschungen mit den Abstiegen 1978 und 1988. Die letzte große Kulisse bei einem FCV-Spiel gab es 1989, als man als DDR-Ligist vor 5.000 Zuschauern den DDR-Rekordmeister BFC Dynamo überraschend mit 2:0 n.V. aus dem FDGB-Pokal warf und das Halbfinale erreichte.
Das Frankfurter Stadion war zweimal Austragungsort eines A-Länderspiels. Am 09. Oktober 1974 empfing die DDR-Nationalmannschaft vor nur 2.000 Zuschauern die Auswahl Kanadas und am 17. April 1985 war Norwegen vor immerhin dreimal so vielen Fans zu Gast. Außerdem war das Rund auch Etappenzielort der in der DDR überaus populären Friedensfahrt.

Nach der Wiedervereinigung und der Eingliederung des FFC Viktoria in den Amatuerfußball begann auch der langsame Verfall der 16.000-Mann-Arena. Trotzdem war das Stadion noch zweimal Gastgeber von Länderspielen der U21-Nationalmannschaft. Zu diesem Zweck finanzierte der DFB einige Modernisierungsmaßnahmen im Sozialtrakt. Bemerkenswerte 7.000 Fans wurden 1995 Zeuge eines 7:0-Sieges in der EM-Qualifikation gegen Bulgarien, zwei Jahre später trennte man sich von Portugal 1:1.

Seitdem fristet es ein eher tristes Dasein und der Zustand wurde von Jahr zu Jahr immer schlechter. Das Areal entsprach nicht mehr den geforderten Sicherheitsbestimmungen, Mitte der 90er Jahre musste zuerst die Laufhalle abgerissen werden, später folgte die einsturzgefährdete Anzeigetafel und schließlich musste im Jahre 2000 die Flutlichtanlage dran glauben. Die Masten selbst stehen zwar noch, nur leider ohne Scheinwerfer, die durch die fortschreitende Korrosion herabzustürzen drohten. 2001/02 und 2010 wurden lediglich kleinere Reparaturen ausgeführt, die Sitzplatzkapazität von 10.000 auf 6.000 reduziert. Dafür entstanden wesentlich mehr Stehplätze. Offiziell wird das Gesamt-Fassungsvermögen heute mit 12.000 angegeben.

Jetzt, nachdem sich innerhalb der Stadt auch Zuständigkeiten verändert haben, gibt es endlich Bewegung auf dem Gelände. Das Stadiongelände soll gem. Beschluss der Stadtverordneten zu einem Sport- und Freizeitpark ausgebaut werden.
Am 04.09.2012 übergab Bauminister Jörg Vogelsänger einen Förderbescheid über 1,9 Millionen Euro der Europäischen Union für den Neubau eines Funktionsgebäudes.
2014 soll alles fertig sein.
Insgesamt werden rund 2,6 Millionen Euro investiert. Ein Meilenstein und mehr als ein Lichtblick für die Entwicklung des Stadions.
Der Neubau ist das Schlüsselprojekt zur bedarfsgerechten Rekonstruktion des Stadions der Freundschaft als Trainings- und Breitensportstätte.
Das zweistöckige Gebäude soll die zentrale Einrichtung des Sport- und Freizeitparks werden.
Nach dem Bau des Kunstrasenplatzes wird mit dem Neubau des Funkionsgebäudes das Gelände wesentlich attraktiver und moderner.


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